Borreliose

Borreliose, auch Lyme-Krankheit genannt, ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektion, die sowohl bei Menschen als auch bei Hunden vorkommt. Bei Hunden äußert sich die Krankheit häufig durch Gelenkschmerzen, Lahmheit und Fieber. Eine frühe Diagnose und Behandlung mit Antibiotika ist wichtig, um langfristige Schäden zu vermeiden. 

Gut zu wissen:
Infizierte Zecken müssen mindestens für eine Dauer von 16 bis 24 Stunden an ihrem Wirt saugen, bevor sie die Borrelien übertragenkönnen. Erst nach einiger Zeit gibt die Zecke die Borrelien mit ihrem Speichel in die Wunde ab, und es kommt zur Ansteckung.

Ein Hund, der an einer Borreliose erkrankt ist, kann folgende Symptome aufweisen: Leichtes Fieber und Mattigkeit. Lymphknotenschwellung. Gelenkschwellung und Lahmheit infolge von Gelenkentzündungen (Arthropathien)

Es kann Tage bis Wochen nach dem ersten Auftreten des Flecks beginnen. Erschöpfung, Schüttelfrost, Fieber, Kopfschmerzen, Genickstarre, Muskelschmerzen und schmerzhafte Gelenkschwellungen sind häufige Symptome. Diese Symptome der Lyme-Borreliose können wochenlang anhalten.

Die Wanderröte ist ein typisches Erkennungsmerkmal der Borreliose beim Mensch. Es handelt sich dabei um eine Rötung um die Einstichstelle herum. Die Borreliose beim Hund hat dieses Symptom nicht. Selten zeigen Hunde eine schwach ausgeprägte Rötung der Haut.

Je früher der Hund behandelt wird, desto besser sind seine Heilungschancen. Die Behandlung von Borreliose beim Hund erfolgt in der Regel über einen Zeitraum von etwa vier Wochen mithilfe eines Antibiotikums. Treten nach erfolgreicher Behandlung immer wieder Rückfälle auf, könnte die Infektion bereits chronisch sein.

Eine nachgewiesene Borreliose erfordert immer eine Behandlung mit Antibiotika. Hausmittel können die Behandlung lediglich unterstützen. Bei Borreliose Kurkuma, Omega-3-Fettsäuren und Kamillen- oder Ingwertee einzusetzen, kann antientzündlich wirken.

Bei Parasiten- oder Bakterienbefall wie zum Beispiel Borreliose sinkt der Magnesiumspiegel, weil Borrelien oral zugeführtes Magnesium verbrauchen. Auf transdermal zugeführtes Magnesiumchlorid haben sie jedoch keinen Zugriff. Daher ist in solchen Fällen die transdermale Applikation besonders wichtig.

Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel; Vitalstoffe) Geeignete Nahrungsergänzungsmittel für das Immunsystem sollten die folgenden Vitalstoffe enthalten: Vitamine (A, C, E, D3, B1, B2, Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5), B6, B12, Folsäure, Biotin)

Ein Borreliose-Bluttest kann zudem auch dann noch positiv ausfallen, wenn eine Infektion schon lange zurückliegt und längst ausgeheilt ist – entweder allein mithilfe der Körperabwehr oder durch eine Antibiotikatherapie. Es sind dann oft immer noch Borrelien-Antikörper im Blut nachweisbar.

Borrelien gehören zu einer bestimmten Gruppe spiralförmiger Bakterien, den Spirochaeten. Aktuell sind elf Borrelien-Spezies bekannt, die zur Borrelien-Gruppe Borrelia burgdorferi sensu lato zählen. Während eines Zeckenstichs (fälschlicherweise oft auch als Zeckenbiss bezeichnet) kann eine mit Borrelien infizierte Zecke diese Bakterien übertragen. Der Hauptüberträger ist der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus), der zu den Schildzeckenarten zählt. Er kommt häufig vor und ist in Europa praktisch überall verbreitet. Kommen verunsicherte TierhalterInnen in Ihre Praxis, können Sie sie etwas beruhigen: Nicht jede Zecke ist mit Borrelien infiziert – allerdings ist die Anzahl der infizierten Zecken in manchen Regionen höher als in anderen – und grundsätzlich ist das Risiko, dass ein Hund nach einer Erregerübertragung an Borreliose erkrankt, gering.

Das Wissen über den Übertragungsweg ist hilfreich, denn das Übertragungsrisiko lässt sich senken, wenn die Zecke sofort entfernt wird. Auch die Art der Zeckenentfernung hat einen Einfluss auf das Infektionsrisiko: Die Borrelien befinden sich zunächst im Darm infizierter Zecken und wandern während der Blutmahlzeit von dort zu deren Speicheldrüsen, von wo sie mit dem Speichel in die Stichstelle abgegeben werden.

Zecken richtig entfernen: Wahrheit und Mythos

Um die Art, wie man eine Zecke richtig entfernt, kursieren viele Mythen. Einige davon sind nicht nur umständlich und falsch, sondern können vermutlich das Risiko für eine Borreliose sogar steigern. Daher raten Sie Ihren TierhalterInnen, grundsätzlich niemals

  • längere Zeit oder mehrere Male an der Zecke herumzumanipulieren
  • die Zecke zu quetschen
  • Öl, Klebstoff, Alkohol oder sonstiges auf die Zecke aufzutragen