Leishmaniose führt erst Monate bis Jahre nach der Infektion zum Ausbruch von Symptomen, sodass die Halter oft nicht mehr nachvollziehen können, wann und wo sich ihr Hund angesteckt hat. Zunächst sind die Symptome unspezifisch, das heißt, dass nicht direkt klar ist, woran der Hund leidet.
Wenn ein Hund Leishmaniose hat, bedeutet dies, dass er mit einem einzelligen Parasiten namens Leishmania infiziert ist. Diese Krankheit wird durch den Stich bestimmter Sandmücken übertragen, die den Parasiten in den Blutkreislauf des Hundes einführen. Die Leishmaniose gehört zu den Mittelmeerkrankheiten der Hunde.
Leishmaniose ist bei Hunden leider nicht heilbar. Deshalb zielt die Behandlung darauf ab, die Symptome bestmöglich zu lindern – dann ist trotzdem ein langes und glückliches Hundeleben möglich. Bleibt die Leishmaniose jedoch unbehandelt, können die Folgen zum Tode führen.
Leishmaniose ist nicht direkt ansteckend, allerdings können die Erreger von einem Tier zum anderen, ebenso wie auf Menschen übertragen werden (Zooanthroponose). Neben der Übertragung durch die Sandmücke kann Leishmaniose auch bei trächtigen Hündinnen vor der Geburt auf ihre Welpen übergehen. Auch beim Deckakt oder über eine Bluttransfusion kann sich ein Hund beim anderen infizieren.
Jeder Hund mit Leishmanien-Infektion sollte therapiert werden. Zur Behandlung der Leishmaniose stehen unterschiedliche Medikamente (leishmanizide und leishmanistatische Medikamente sowie Immunmodulatoren) zur Verfügung. Leishmanizide Medikamente: Meglumin-Antimonat (Glucantime®) ist ein leishmanizides Medikament.
Insgesamt ist ein Schutz gegen Mückenstiche durch abwehrende Mittel eine wichtige Maßnahme, um das Risiko einer Infektion und Erkrankung zu minimieren, insbesondere bei Reisen in Mittelmeerregionen im Urlaub oder auf längeren Aufenthalten.
